Warum es auf den Zeitpunkt ankommt
Ein Burnout entsteht nicht in einer Woche. Zwischen den ersten Anzeichen und dem
Punkt, an dem nichts mehr geht, liegen oft Monate oder Jahre.
Das Tückische daran: Die frühen Phasen sehen nach Leistungsbereitschaft aus. Mehr
arbeiten, Pausen streichen, Privates zurückstellen, Erschöpfung ignorieren. Im
Betrieb wird das oft belohnt – bis es kippt.
Wer die Verläufe kennt, kann sie bei sich und bei anderen erkennen. Und das ist der
Unterschied zwischen einer Anpassung der Arbeitsmenge und einer Krankschreibung
über mehrere Monate.
Inhalte
Abgrenzung zu Depression
Zu normaler Erschöpfung und zu anhaltender Unterforderung. Der aktuelle Stand zur Einordnung von Burnout – und warum die Unterscheidung praktisch wichtig ist, nämlich weil sie über den richtigen nächsten Schritt entscheidet.
Die typischen Verlaufsphasen
Von erhöhtem Engagement über Rückzug und Abstumpfung bis zur Erschöpfung.
Was in jeder Phase im Verhalten sichtbar wird.
Dei drei Kerndimensionen
Emotionale Erschöpfung, innere Distanzierung, Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit. Woran man sie im Arbeitsalltag erkennt.
Warnrsignale bei Andereren
Selbsteinschätzung mit strukturiertem Arbeitsblatt – nicht als Test, sondern als Anstoß
zum Hinschauen.
Ansprechen ohne zu diagnostizieren
Der Teil, der in der Praxis fehlt. Konkrete Formulierungen: Wie spreche ich eine Kollegin an, ohne zu bewerten? Was sage ich, was lasse ich weg? Geübt in Kleingruppen.
Grenzen und Entlastung
Nein sagen im Arbeitskontext, ohne die Beziehung zu belasten. Aufgaben abgeben. Erwartungen klären, die nie ausgesprochen wurden.
Übungen zur Stressreduktion
Kurze Übungen, die im Seminar ausprobiert werden und danach ohne Vorbereitung funktionieren: Atemtechniken, Anspannung lösen, Unterbrechung von
Gedankenschleifen. Alle Übungen sind kurz, realistisch und sofort umsetzbar –
auch an vollen Arbeitstagen.
Präventionsroutinen
Kurze, realistische Routinen, die auch an vollen Arbeitstagen bleiben:
Belastungscheck in festem Rhythmus, Erholung fest einplanen, Warnsignale
schriftlich festhalten. Jede Person legt am Ende zwei Routinen fest.
Wo Hilfe herkommt
Welche Anlaufstellen es gibt innerbetrieblich und außerhalb. Wann Hausarzt oder
Therapie der richtige Weg ist, und wie lange Wartezeiten realistisch sind.
Was Teilnehmende in dem Modul erlernen
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Die Verlaufsphasen benennen und ihre eigene Position darin einschätzen
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Warnsignale bei Kolleginnen und Kollegen erkennen, ohne zu interpretieren
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Eine überlastete Person ansprechen, mit Formulierungen, die sie geübt haben
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Wissen, wohin sie sich oder andere verweisen können
Nutzen für Ihr Unternehmen
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Belastung wird erkannt, solange Gegensteuern wenig kostet
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Ziel: weniger belastungsbedingte Ausfälle und kürzere Ausfallzeiten
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gesündere Teamkultur, weil Erschöpfung besprechbar wird
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Leistungsfähigkeit bleibt erhalten, statt erst nach dem Ausfall wiederhergestellt zu werden