Worum es bei Resilienz geht
Resilienz ist eines der meistgebuchten Themen der betrieblichen Gesundheitsförderung – und es lohnt sich, genau zu definieren, was damit gemeint ist.
In diesem Modul geht es nicht darum, dass Beschäftigte mehr aushalten sollen. Es geht um die Fähigkeit, in belastenden Phasen handlungsfähig zu bleiben und danach wieder zurückzukommen. Diese Fähigkeit ist lernbar, sie ist in Teilen gut untersucht, und sie hilft.
Diese Einordnung steht am Anfang des Seminars – dann tragen die Teilnehmenden das Thema mit. Belastungen, die auf der organisatorischen Ebene liegen, halte ich für Sie fest: sachlich und ohne Personenbezug.
Inhalte
Das Resilienzmodell
Kein Charakterzug, keine Frage von Härte. Ein Zusammenspiel von Haltungen,
Fähigkeiten und äußeren Bedingungen
Mentale Widerstandskraft in sieben Schritten
Das Modell, mit dem ich arbeite, führt über sieben Faktoren: Akzeptanz · realistischer Optimismus · Selbstwirksamkeit · Verantwortung übernehmen · Beziehungen und Netzwerke · Lösungsorientierung · Zukunftsgestaltung. Jeder Schritt mit einem konkreten Arbeitsbeispiel und einer kurzen Übung.
Akzeptanz als Arbeitsfähigkeit
Der am häufigsten falsch verstandene Faktor. Akzeptanz ist nicht Resignation sie ist die Unterscheidung zwischen dem, was ich ändern kann, und dem, was Kraft kostet, ohne beweglich zu sein.
Selbstwirksamkeit im Arbeitskontext
Wo habe ich mehr Spielraum, als ich nutze? Fast immer gibt es welchen, und fast immer ist er kleiner als gewünscht und größer als angenommen.
Soziale Unterstützung
Der Faktor mit der stärksten Schutzwirkung – und der, der bei Erschöpfung als erstes wegbricht. Wer gehört zu meinem Netz? Wen habe ich aus dem Blick verloren?
Rückkehr nach Belastung
Was frühere schwierige Phasen tatsächlich beendet hat. Eigene Muster erkennen, die sich wiederholen.
Wo die Grenze liegt
Was Resilienz nicht leisten kann. Was in die Verantwortung des Unternehmens gehört. Und wie Beschäftigte das im Betrieb ansprechen können, ohne als Störfall zu gelten.